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1862
Die Turngemeinde wird unter Leitung von Oberförster Bergmann gegründet.
Vorstand ist Michael Wiesen.
Mitgliederzahl: 18
Vereinslokal: Gasthaus "Zum goldenen Lamm"
Heimliche Treffen wegen anfänglicher Missachtung und Verfolgung sind nötig.
Der erste Turnplatz an der Hauptstraße wird von Valentin Spiegel gepachtet.
 
1867
  Unter dem Vorstand Josef Wiesen wird die erste Vereinsfahne geweiht.
1869
  Schuhmacher Adam Handel rettet den Verein und erhöht die auf 13 gesunkene Mitgliederzahl auf 28.
1870
  Durch Einberufung zum Heeresdienst gehören dem Verein nur noch 16 Mitglieder an.
Kilian Feineis stellt dem Verein ein kleines Grundstück zur Verfügung.
Turnwart Adam Handel hält dort Übungsstunden ab.
1880
  Unter dem Zigarrenmacher und Vorstand Adam Becker errichtet der Verein einen Turnplatz auf dem Grundstück von Hermann Öhrlein unterhalb der Synagoge (heute ev. Pfarrkirche St.Matthäus)
1882
  Die TG Höchberg wird in den Mittelmain-Turngau aufgenommen.
1885
  Vorsitzender Max Stumpf und Schriftführer L.G. Ehrenreich unterschreiben die erste Vereinssatzung.
Die Turngemeinde erwirbt dort, wo heute die TG-Halle steht, von Kaspar Endres ein kleines Grundstück.
1889
  In Höchberg wird ein zweiter Turnverein gegründet.
1893
  Beide Vereine schließen sich unter dem alten Namen Turngemeinde Höchberg von 1862 zusammen.
1904
  Valentin Bach verkauft dem Verein zwei an sein Gelände angrenzende Grundstücke.
Die erste Turnhalle wird geplant und gebaut.
Der Verein erlebt einen turnerischen Höhepunkt.
 
1914/18
  23 Turnvereinsmitglieder sterben im 1.Weltkrieg
1919
  Die Fußballabteilung wird gegründet.
1920
  Die Turngemeinde Höchberg beschließt unter dem Vorstand Hans Schulz den Übertritt zum Arbeitersportbund. Sie will nach dem schrecklichen Kriegsgeschehen einen neuen Anfang machen.
Der in Höchberg bestehende Arbeitersportbund wird in die Turngemeinde aufgenommen.
Eigenleistungen von begeisterten Mitgliedern ermöglichen es, dem immer mehr gefragten Fußballsport eine angemessene Sportstätte zu schaffen, den Waldsportplatz.
1921
  Das Frauenturnen wird eingeführt.
1922
  Der Singkreis schließt sich als Abteilung der Turngemeinde an.
1924
  Kunigunde Siedler ermöglicht den Erwerb eines weiteren Grundstückes neben der Turnhalle.
Der Plan für eine neue Halle entsteht.
1927
  Unter großer Beteiligung der Mitglieder (Eigenleistungen) wird der Erdaushub für eine neue, repräsentative Halle bewältigt.
 
1928
  Der Radsportverein von 1918 „Solidarität” tritt der Turngemeinde als Abteilung bei.
Der Bau des neuen Vereinshauses beginnt. Von den Mitgliedern wird ein Extrabeitrag von 50 Pfennig/Woche erhoben.
Den Hauptanteil des Baugeldes stellt die Brauerei Wolf aus Fuchsstadt günstig zur Verfügung.
1929
  Die neue 45 m lange, 14 m breite und 8 m hohe Halle mit Bühne, Gaststätte und 3-Zimmer-Wohnung wird eingeweiht.

Vereinsheim-Neubau 1929 Die Turngemeinde zählt 480 Mitglieder über 16 Jahre. Sie ist größtenteils organisiert im

     Arbeiter- Turn- und Sportbund
     Arbeiter- Sängerbund
     Arbeiter- Athletenbund
     Arbeiter- Radfahrerbund „Solidarität”

Das Sportangebot zur Halleneinweihung spiegelt das vielfältige Übungsprogramm des Vereins.

     Siebenkampf Turnen
     Sternlauf Turnen
     Handballspiele
     Fußballspiele
     Ringen und Stemmen
     Faustball
     Kinderturnen.
1934
  Die „Turngemeinde 1924", die in Höchberg entstanden war, wird mit der „Turngemeinde Höchberg von 1862" zusammengeschlossen und im nationalsozialistischen Sportbund gleichgeschaltet.
1939/45
  Die Turngemeinde Höchberg verliert 61 Mitglieder im 2.Weltkrieg. Von 43 Sportfreunden wird der Soldatentod festgestellt. 18 sind vermisst.
1942
  Den fürchterlichen Krieg vor Augen und trotz der Angst dem „Ruf des Vaterlandes" folgen zu müssen, gründet eine Gruppe junger Männer die Handballabteilung.
1945
  Bürgermeister Ernst Keil übernimmt nach Kriegsende den Vorsitz in der Turngemeinde (bis 1962). Sie knüpft an ihre alten Ziele an und blüht langsam wieder auf.
1946
  Der Waldsportplatz wird mit großer Selbstbeteiligung (Arbeitsleistungen) neu angelegt.
              
 
1951
  Freunde des kleinen Balles gründen die Tischtennisabteilung.
Die Wasserprobleme am Waldsportplatz lassen sich durch eine neue Drainage weitgehend beseitigen.
1962
  Die Turngemeinde Höchberg ist in 6 Abteilungen aufgegliedert:

     Turnabteilung mit Leichtathletik
     Fußballabteilung
     Handballabteilung
     Radsportabteilung „Solidarität”
     Singkreis
1964
  4,9 ha Gemeindewald werden gegen 4,11 ha Staatswald getauscht.
Die Gemeinde Höchberg ist damit im Besitz des gesamten Sportgeländes an der Fasanenstraße, einschließlich des alten Platzes, der bisher im Eigentum des Staates war und zur Gemarkung Zell gehörte.
1966
  Ein neuer Rasenplatz mit Leichtathletikanlagen (400 m Bahn) und Umkleidegebäude entsteht für die Nutzung durch Verein, Schulen und Öffentlichkeit.
 
1970/71
  Sportplatz EinweihungDie neue Waldsportanlage (Hans-Stumpf-Sportanlage) ist betriebsbereit und wird vom Vorsitzenden Walter Clement den Sportlern übergeben. Der Mitgliederstand der Turngemeinde ist auf 800 angestiegen.
 
1972
  Im Sog der Olympischen Spiele in München gründet Willi Wagenbrenner die Volleyballabteilung.
1970/75
  Bei den Schulen am Hexenbruch entsteht ein Sportgelände mit Dreifachturnhalle, Schwimmbad, Außenanlagen und Miniaturgolfplatz. Unter der Leitung von Bürgermeister Werner Hillecke erlaubt der Sportbegeisterte Gemeinderat die kostenfreie Nutzung der gemeindeeigenen Anlagen.
Der Vereinssport gelangt zu einer neuen Blüte.
1976
  Der alte Sportplatz wird im Zuge des Straßenbaues nach Osten hin verlegt.
1977
  Dies ermöglicht den Bau von 3 Tennisplätzen, die später auf 4 erweitert werden.
1978
  Unter tatkräftiger Mithilfe von Bürgermeister Werner Hillecke wird nach Fertigstellung des Mainlandbades die Schwimmabteilung etabliert. Erster Abteilungsleiter wird Rudolf Thums.
1982
  Die Schachabteilung wird gegründet. Nach hoffnungsvollem Beginn und starkem Engagement von Willi Fischer, Ulrich Hepping, Ralph Trezciak und Karl-Heinz Rauschert musste sie 2002 wieder aufgelöst werden.
Die Fertigstellung der Sportanlage beim Mainlandbad zieht begeisterte Sportler aus Würzburg an. Unter der Führung von Werner Limpius entsteht die Miniaturgolf-Abteilung.
 
1989
  Die veralterten Leichtathletikanlagen mit 400 m Bahn werden zu attraktiven Sportstätten mit Kunststoffbelag ausgebaut.

Die Fußballabteilung nutzt mit viel Eigenarbeit die Möglichkeit zur Befestigung der Außenumrandung mit haltbarem Pflaster.
 
1991/92
  Die Vereinsturnhalle wird unter großem personellem und finanziellem Einsatz der Gemeinde zu einer attraktiven Veranstaltungs- und Sporthalle mit Gaststätte, kleinem Veranstaltungsraum und Geschäftsstelle.
 
1997
  Rechtsanwalt Dieter Schek erarbeitet die neue Vereinssatzung.
1998
  Annahme der neuen Satzung durch die Mitgliederversammlung. Die bisherigen Abteilungen mit Ausnahme des Singkreises sind nun eigenständige Tochtervereine der Turngemeinde Höchberg.
Der nicht mehr bespielbare Rotgrand- Fußballplatz wird zu einem Allwetter-Kunstrasenspielfeld umgebaut.
2002
  Die Leichtathletikanlagen (bes. 400 m Bahn) sind gesäubert und mit neuem Kunststoff versehen.
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